Das Google-Unternehmensprofil für Arztpraxen

Bei Suchen wie „Hautarzt in der Nähe“ zeigt Google zuerst eine Karte mit drei Praxen. Wer dort erscheint, entscheidet sich zu einem großen Teil im Google-Unternehmensprofil. So richten Sie es richtig ein.

  • 6 Min. Lesezeit
  • Stand 07.11.2026
  • Von Amely Müller
Kurz gesagt

Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag Ihrer Praxis in Google Suche und Google Maps. Entscheidend sind die richtige Hauptkategorie, exakte Sprechzeiten inklusive Feiertagen, eine vollständige Leistungsliste, aktuelle Fotos, ein Link zur passenden Seite Ihrer Website und echte Bewertungen mit sachlichen Antworten. Name, Adresse und Telefon müssen exakt mit der Website übereinstimmen.

1. Profil übernehmen und bestätigen

Viele Praxen haben bereits ein Profil – von Google automatisch angelegt oder von einem früheren Team. Prüfen Sie zuerst, ob Sie Zugriff haben, und beantragen Sie andernfalls die Inhaberschaft. Die Bestätigung kann einige Tage dauern; bei Praxisgründungen sollten Sie deshalb früh beginnen.

2. Die richtige Kategorie

Die Hauptkategorie ist einer der wichtigsten Faktoren für lokale Sichtbarkeit. Wählen Sie die präziseste, die es gibt – etwa „Dermatologe“ statt „Arzt“. Nebenkategorien ergänzen weitere Schwerpunkte, sollten aber ehrlich bleiben.

3. Name, Adresse, Telefon – exakt wie auf der Website

Der Name im Profil entspricht dem tatsächlichen Praxisnamen, ohne zusätzliche Suchbegriffe. Adresse und Telefonnummer müssen identisch mit Ihrer Website und den Arztportalen sein. Abweichungen verwirren Google – und KI-Assistenten, die Angaben aus mehreren Quellen abgleichen.

4. Sprechzeiten und Sonderöffnungszeiten

Tragen Sie die regulären Sprechzeiten ein und pflegen Sie Feiertage, Brückentage und Urlaub als Sonderöffnungszeiten. Nichts ärgert Patienten mehr als ein Profil, das „geöffnet“ zeigt, während die Praxis geschlossen ist.

5. Leistungen, Beschreibung und Link

Hinterlegen Sie Ihre wichtigsten Leistungen und eine sachliche Beschreibung der Praxis. Verlinken Sie auf die passende Seite Ihrer Website – bei mehreren Standorten auf die jeweilige Standortseite, nicht pauschal auf die Startseite.

6. Fotos

Echte Fotos von Eingang, Empfang, Wartebereich und Team helfen Patienten, die Praxis zu finden und Vertrauen zu fassen. Fotos von Patientinnen und Patienten gehören nicht ins Profil.

7. Bewertungen

Eine neutrale Bitte um eine Bewertung ist zulässig – etwa mit einer Karte am Empfang. Gekaufte Bewertungen oder Gegenleistungen sind es nicht. Beim Antworten gilt die Schweigepflicht: Bestätigen Sie nicht, dass die Person bei Ihnen in Behandlung war, und gehen Sie nicht auf medizinische Details ein. Eine kurze, freundliche, allgemeine Antwort wirkt souverän.

8. Profil und Website gehören zusammen

Ein starkes Profil, das auf eine schwache Website verlinkt, verschenkt Potenzial. Google bewertet beides zusammen. Wie Website und Profil zusammenspielen, erklären wir auf der Seite SEO für Arztpraxen.

Häufige Fragen

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Google erlaubt neben dem Praxisprofil grundsätzlich auch Profile einzelner Ärztinnen und Ärzte. Das kann sinnvoll sein, wenn gezielt nach Namen gesucht wird, erzeugt aber mehr Pflegeaufwand. Für Einzelpraxen empfiehlt sich meist ein gemeinsames Profil.

Nur, wenn sie gegen die Richtlinien von Google verstoßen oder rechtswidrig sind – etwa unwahre Tatsachenbehauptungen oder Bewertungen ohne Behandlungskontakt. Dafür gibt es ein Meldeverfahren; in strittigen Fällen hilft ein Fachanwalt.